Fragen und Antworten

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peter ferket und christin greve
peter ferket und christin greve

Fragen zur amerikanischen Chiropraktik

Was ist ein Chiropraktor oder Doctor/Master of Chiropractic?

Ein Chiropraktor (USA) hat mindestens ein 5 jähriges Vollzeitstudium in der gezielten, sanften und Nervensystem-bezogenen USA-Chiropractic absolviert und den Titel Doctor oder Master of Chiropractic erlangt. Dieses Studium umfasst ca. 6000 Unterrichtsstunden und wird nur an durch den CCE (Council on Chiropractic Education) und ECCE (European Council on Chiropractic Education) akkreditierten Universitäten oder Hochschulen angeboten.

Die amerikanische Chiropraktik behandelt Nerven. Ein Chiropraktor ist dem Berufsbild des Neurologen daher viel näher als dem des Orthopäden. Der Unterschied zum Chiropraktiker liegt in erster Linie in einer fundierten Universitäts- oder Hochschulausbildung (U.S.A., Kanada, Schweiz, Frankreich, Dänemark, Australien und Japan), die es der Person erlaubt, den Titel Doctor oder Master of Chiropractic zu führen. 

* In Deutschland arbeitet ein Chiropraktor immer unter Weisung und Aufsicht eines approbierten Arztes oder Heilpraktikers (HP), wenn er selbst diesen Titel nicht führt.

Was ist ein Chiropraktiker?

Ein Heilpraktiker (HP), der Chiropraktik ausführt und mindestens einen mehrtägigen Kurs Chiropraktik besucht hat. Leider nennen sich viele Heilpraktiker mit nur ein paar Tagen Ausbildung "Chiropraktiker" und mobilisieren häufig ohne Fachwissen Wirbelkörper oder ganze Teile der Wirbelsäule unspezifisch – im Volksmund als "Einrenken" bezeichnet.

Was ist ein Chirotherapeut?

Die Berufsbezeichnung “Chirotherapeut” ist gesetzlich geschützt und darf nur von Ärzten geführt werden die eine Zusatzausbildung (ca. 320 Stunden für Ärzte) machen, die die Fähigkeit der Beseitigung einer Blockierung von Gelenken/Wirbelkörpern mittels manipulativer Techniken lehrt – bekannt als Chirotherapie. Die Chirotherapie unterscheidet sich in Ausbildung, Diagnosefindung und den Behandlungsmethoden sehr stark von der amerikanischen Chiropraktik.

Ist amerikanische Chiropraktik eine anerkannte Heilpraxis?

In 29 Ländern der Welt ist inzwischen gesetzlich geregelt, dass Doctors/Masters of Chiropractic als eigenständiger Heilberuf anerkannt sind und quasi einen vergleichbaren Status wie ein Arzt haben. Diese Gesetze existieren nicht nur in fernen Ländern wie z.B. USA, Kanada, Australien, sondern auch im europäischem Bereich, wie z.B. in Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, England, Belgien und der Schweiz.

Wie wird man zum Doctor/Master of Chiropractic?

Die Ausbildung gleicht in den Basis-Fächern der eines medizinischen Arztes und beginnt mit einem Grundlagenstudium, das mit dem der Medizin vergleichbar ist. Mehr als 1/3 des Studiums ist der speziellen chiropraktischen Diagnostik und Therapie gewidmet - gefolgt von einer klinischen Ausbildung in der universitätseigenen Klinik, das neben den chiropraktischen auch die medizinischen Wissenschaftsbereiche (Pathologie, Mikrobiologie, Neurologie, Radiologie, Physiologie, etc.) beinhaltet.

Der klinische Teil unterscheidet sich jedoch dadurch, dass während der Ausbildung zum Doctor/Master of Chiropractic kein Unterricht bezüglich Arzneimitteln und Chirurgie erteilt wird und als Behandlungsform ausschließlich amerikanische Chiropractic gelehrt wird. Im Rahmen ihres Studiums werden die Docs/Masters of Chiropractic auch im Bereich der Radiologie ausgebildet.

Gibt es internationale Qualitäts-Standards?

Dieses Studium ist nach internationalen Standards geregelt und entspricht den speziellen Richtlinien der WHO, welche deutlich über den nationalen Regelungen in Deutschland liegen. Die umfangreiche Ausbildung garantiert, dass jeder Doctor/Master of Chiropractic ausgezeichnet qualifiziert ist! Derzeit praktizieren weniger als 200 qualifizierte Docs/Masters of Chiropractic in ganz Deutschland. In Europa etwa 3.000 und auf der ganzen Welt sind es fast 100.000.

Wird bei der amerikanischen Chiropraktik “eingerenkt”?

Bei der amerikanischen Chiropraktik wird NIE eingerenkt! Die amerikanische Chiropraktik justiert nur den Wirbel, der justiert werden muss und dann eben auch in die richtige Richtung.

Doctors/Masters of Chiropractic lösen unter Einsatz ihrer Hände durch eine sanfte Impulsbehandlung Blockierungen der Wirbelsäule, des Beckens und der Extremitäten, um eine korrekte biomechanische Funktion zu gewährleisten. Der hierfür verwendete Fachbegriff lautet “Justieren“ (vom englischen “to adjust“ = “ausrichten, richtig positionieren“).

Von qualifizierter Hand ausgeübt ist dies eine schmerzfreie und sehr wirkungsvolle Behandlungsmethode. Wenn die Muskulatur vor der Behandlung sehr verspannt war, kann es nachher einen leichten Muskelkater geben.

Was ist der Unterschied zwischen Justieren und Einrenken?

Beim „Einrenken“ liegt der Fokus nur auf ein Gelenk oder einen Wirbelkörper an dem sich Symptome zeigen. Es wird versucht die Symptome zu beheben.

Die Suche nach der Ursache bleibt dabei oft außer Acht. Ein weiterer Unterschied besteht in der “Justierung” an der Wirbelsäule. Wenn „eingerenkt“ wird, arbeitet man sozusagen über einen langen Hebel und justiert damit mehrere Wirbelkörper gleichzeitig, ungeachtet dessen, welcher der Wirbel eine Fehlstellung aufweist und/oder in welche Richtung.

Gewaltsames „Einrenken“ ist zudem nicht ungefährlich. Es ist immer möglich, dass ein nicht qualifizierter Therapeut das Gegenteil von dem erreicht, was er und der Patient beabsichtigten.



Vorsicht vor Nachahmern!

Da die Bezeichnung Chiropraktor nicht geschützt ist, wird sie verwirrenderweise auch häufig von Personen geführt, welche nicht über solch ein Studium an einer anerkannten Hochschule oder Universität verfügen!

Es lohnt sich von daher, vor einer Terminabsprache genau zu erfragen, was für eine Ausbildung oder was für ein Studium der behandelnde Therapeut gemacht, bzw. absolviert hat und ob er überhaupt eine Ausbildung in amerikanischer Chiropraktik nachweisen kann.



Fragen rund um die Behandlung

Werden die Kosten von den (gesetzlichen) Krankenkassen übernommen?

Unsere Praxis ist eine Selbstzahler-Praxis. Die Leistungen werden gemäß dem GebüH (Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker) berechnet und in der Regel, sowohl von den Privatkassen, als auch der Beihilfe, getragen ...

Erfahren Sie mehr in unserem Blogbeitrag „Chiropraktik und Krankenkasse“

Wie und wann bezahle ich meine Behandlung?

Die Bezahlung in American Chiro Care erfolgt direkt nach jeder Behandlung. Sie können sowohl bar wie auch mit Kredit- oder EC-Karte zahlen.

Außerdem gibt es die Möglichkeit mittels unseres „Motivationssystems“ etwas Geld zu sparen. Unser Team klärt Sie diesbezüglich gerne auf.

Warum knackst es manchmal?

Die Gelenke der Wirbelsäule sitzen bei Fehlstellung verschoben aufeinander. Durch die Justierung löst sich der Unterdruck im Gelenk und es kann es schon mal zu dem bekannten und völlig harmlosen „knackenden“ Geräusch kommen. Physikalisch betrachtet ist es nur das Lösen eines Vakuums, wie bei das von Jugendlichen oft absichtliche provozierte Knacken eines Fingers.

Tun die Behandlungen weh?

Nein, die Behandlungen sind generell mit keinerlei Schmerz verbunden. Sehr sensible Menschen mit starken Verspannungen können allerdings in den Anfangsphasen einen leichten Muskelkater spüren. Viele unserer Patienten freuen sich auf die Justierungen, da die meisten direkt danach eine deutliche Linderung der Schmerzen oder Beschwerden spüren.

In welchen Abständen ist eine Behandlung sinnvoll?

Das hängt von der Art der Beschwerde ab. Im Grunde am Anfang 1-3 x wöchentlich bei starken Beschwerden. Sobald sich Ihr Zustand stabilisiert, verlängern sich die Justierungsintervalle auf mehrere Wochen oder gar Monate.

Können meine Gelenke und Wirbelsäule durch die Behandlungen ausleiern?

Nein, die menschlichen Bänder sind lebende Strukturen, die durch Bewegung stimuliert werden; d.h. sie brauchen sogar Bewegung, um natürlich zu funktionieren. „Ausleiern“ könnten Wirbelgelenke nur dann, wenn das Bindegewebe sehr oft stark verletzt werden würde, im Sinne einer Verstauchung.

Spezielle Techniken, die Docs of Chiropractic in ihrer sechsjährigen Ausbildung erlernen, sorgen dafür, dass die Justierung über minimale Impulse (Kurzhebeljustierungen) erfolgt.

Bekomme ich Injektionen, Medikamente oder operative Eingriffe? Werde ich Strahlung ausgesetzt?

Alle Behandlungen erfolgen ohne Injektionen, Medikamente und Operationen, da die amerikanische Chiropraktik direkt an die Ursache der Beschwerden geht und nicht Symptome bekämpft oder unterdrückt. Patienten können zu dem beliebig oft gescant werden, da der Scan komplett strahlungsfrei ist.

Wie viele Behandlungen brauche ich?

Das hängt von bestimmten Faktoren ab, wie z.B. die Art der Beschwerde, die Dauer der Beschwerde, das Alter und der Gesundheitszustand des Patienten.

Bei akuten Beschwerden helfen normalerweise schon einige wenige Behandlungen, bei langjährigen Beschwerden kann es Wochen dauern, bis sich eine dauerhafte Besserung einstellt.

Werden elektrische Geräte benutzt um meine Wirbelfehlstellungen zu korrigieren?

Bei der amerikanischen Chiropraktik steht das gesamte Nervensystem als Steuerungsorgan für alle Körper­systeme im Vordergrund. Mit Hilfe von gezielten und sanf­ten Impulsen im Bereich der Wirbelsäule werden Informati­onsstörungen im Nervensystem von Hand korrigiert.

Echte amerikanische Chiropraktik ist professionelle Handarbeit und kann durch keine Behandlung mit elektrischen Gerä­ten ersetzt werden. Mittels amerikanischer Chiropraktik kann Ihre Gesundheit nachhaltig gefördert werden und sie beschränkt sich nicht nur auf die Behandlung einzelner Wirbelblockaden sondern das ganze Nervensystem steht im Fokus des Therapeuten.

Sind die Behandlungen teuer?

Nein, denn gibt es eine Investition, die sich mehr lohnt, als die in Ihre eigene Gesundheit? Zum Glück sehen immer mehr Patienten Gesundheit als ein Gut, für das man selbst Verantwortung übernehmen sollte und setzen dementsprechend Prioritäten. Sie sehen ihren Körper nicht wie ein Auto, das man in die Werkstatt schleppen und reparieren lässt, wenn es nicht mehr wie erwünscht funktioniert.

Es ist bedauerlich, dass die Kürzungen im Gesundheits­system dazu führen, dass viele der Leistungen, die über eine Grundsicherung hinaus gehen, nicht mehr ohne weiteres von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Um so bedauerlicher ist es, dass es oft Dienste betrifft, die nachweislich und nachhaltig für eine langfristige Gesundheit sorgen können. Viele Praxen, auch die unsere, müssen daher ihre Dienste privat berechnen. Unsere Leistungen werden von den privaten Krankenkassen und Zusatzversicherungen je nach Vertrag erstattet.

Wie lange muss eine Behandlung dauern?

Bei der amerikanischen Chiropraktik geht es darum, das Nervensystem zu behandeln, denn das Nervensystem steuert alle Körpersysteme. Wenn der Behandler sein Handwerk versteht, ist eine gezielte Behandlung des Nervensystems lediglich eine Frage von Minuten. Es ist wie beim Anfahren an der Ampel. Wenn man weiß, wie das Auto funktioniert, bringt man es schnell in Gang. Außerdem ist man schneller am Ziel, wenn die Dosierung richtig ist und der Körper die Impulse flott umsetzen kann.

Nicht die Dauer einer Behandlung sagt daher aus, wie wertvoll oder erfolgreich sie ist, sondern das Ergebnis. In unserer Praxis werden verschiedene Techniken angewandt, die individuell auf jeden Patienten und seine vorherige Behandlung abgestimmt werden. Justiert wird immer sanft und im 100-stel Millimeter-Bereich, ähnlich wie bei einer Zahnklammer.

Brauche ich weitere Behandlungen, falls meine Schmerzen verschwunden sind?

Sobald die Beschwerden bzw. die Schmerzen verschwunden sind, kann es verführerisch sein, die Behandlungen direkt einzustellen. Das Verschwinden von Beschwerden und Schmerzen zeigt zwar, dass die Behandlungen erfolgreich sind, es ist aber auch wichtig, dass Sie Ihrem Körper, Ihrem Bewegungsapparat und Ihren Muskeln die Möglichkeit geben, diesen Zustand zu stabilisieren und dauerhaft zu halten, sodass ein einwandfreies Funktionieren Ihres Nervensystems gewährleistet ist.

Es ist sehr sinnvoll die Wirbelsäule regelmäßig kontrollieren zu lassen, damit eventuelle zukünftige Fehlstellungen beseitigt werden, bevor sie Beschwerden verursachen. Vorsorge ist bekanntlich der Schlüssel zu einem dauerhaft einwandfreien Gesundheitszustand. Sie sollten auch nicht erst zum Zahnarzt gehen, wenn es schmerzt. Mit regelmäßiger Prophylaxe vermeidet man, dass ein größerer Eingriff oder mehr Zeitaufwand notwendig ist. Denn wer möchte irgendwann wieder Beschwerden spüren, die er definitiv los sein könnte?