Sie sind was Sie essen

Sie haben keine Lust, ab dem 60-sten Lebensjahr - geschweige denn schon früher - Stammkunde beim Apotheker um die Ecke zu werden?
Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Ihre Essgewohnheiten zu korrigieren, denn die idealen "Gesundhalter" liegen nicht in Ihrer Apotheke, sondern ganz einfach in der Gemüse- und Obstabteilung ihres Supermarktes.

Die Nahrungsmittel, die wir tagtäglich zu uns nehmen - vom schnellen Burger bis hin zum Light-Tiefkühlmenü bewirken viel mehr als uns nur dick oder dünn zu machen. Die Effekte die durch unsere Ernährung auf unseren Körper wirken machen den Unterschied zwischen dem Entstehen chronischer Krankheiten und dem Genuss eines langen und vitalen Lebens - so die Meinung von Wissenschaftler, Ernährungsberater und Onkologen. Genauer gesagt mit unseren ungesunden westlichen Essgewohnheiten, von gesättigten Fetten, Zucker, Salz und Geschmacksverstärkern.

Schauen wir auf die Krankheitsstatistiken, so ist erwiesen, dass ca. die Hälfte der Herz- und Gefäßerkrankungen und ein Großteil der Hypertonie - Diagnosen (hoher Blutdruck) auf unsere Ernährungsgewohnheiten zurück- zuführen sind. Dass die "Zuckerkrankheit" Diabetes kein unumgängliches Schicksal ist, sondern als Folge von ungesunder Ernährung und mangelnder Bewegung entsteht, ist bekannt. Sogar bei Krebserkrankungen gibt es bei etwa 30% der Fälle einen direkten Zusammenhang zu unserer Ernährung. Wir sehen, viele vermeidbare Erkrankungen stehen in enger Relation zu dem, was auf unserem Teller liegt. Oder wie der amerikanische Nahrungsexperte Steven Pratt es unverblümt in seinem Bestseller - Superfood - schreibt: "Wir essen uns zu Tode". Er sagt weiterhin: "Menschen sind seit jeher genetisch - eingestellt - auf eine Lebensweise von Jägern und Sammlern, die eine Diät von Früchten, Gemüse, vollwertigen Getreiden, Nüssen, Samen und wenig Fleisch umfasst. Und nicht auf einen Überschuss an industriellen Nahrungsmitteln, wie sie heutzutage im Supermarkt angeboten werden" .

In Aktion

Es scheint, als ob wir in der westlichen Welt ein wenig vergessen haben, dass Nahrung nicht nur Energielieferant unseres Körpers ist, sondern einen nachhaltigen Einfluss auf unsere Gesundheit hat. Jedem ist bekannt, dass weniger kalorienreiche Nahrungsmittel, wie Obst und Gemüse, unserem Organismus gut tut, dennoch essen wir weiterhin enorm viel Zucker und Fette.
Für letzteres sind wir allerdings nicht alleine verantwortlich: die Industrialisierung und die technologischen Entwicklungen haben einen geradezu katastrophalen Effekt auf die Qualität unserer Nahrung gehabt. Hinzu kommt, dass wir immer weniger Zeit in unseren Küchen verbringen und leicht zu schluckende Snacks zu unserer täglichen Routine gehören. "Es ist jedoch nie zu spät, das Blatt zu wenden", sagt Steven Pratt. Die erforderlichen Zutaten, um Ihre Zukunft zu verändern, haben Sie selbst in der Hand - und auf Ihrem Teller. Das Prinzip ist denkbar einfach: indem Sie sich von nun an für richtige Nahrungsmittel entscheiden, verändern Sie die Biochemie in Ihrem Körper, sorgen sich mehr um Ihr allgemeines Wohlbefinden und halten zahlreiche Krankheiten auf Distanz.

Leibwächter Ihres Körpers

Aber was sind nun die "richtigen" Nahrungsmittel? Wer die Worte "gesund essen" hört, denkt in der Regel automatisch an Gemüse, Obst und wenig Fett. Ganz falsch ist dies nicht, aber es sind nur vage Richtlinien in einem viel größeren Ganzen.
Denn nicht alle sogenannten "gesunden" Nahrungsmittel enthalten Mikronährstoffe und ausgerechnet sie spielen eine essentielle Rolle bei der Vorbeugung von Krankheiten.
Jeder kennt die bekanntesten - die Vitamine und Minerale - aber abgesehen davon gibt es auch noch zahlreiche" Phytonährstoffe" oder "Phytochemikalien" (abgeleitet von dem Griechischen "Phytos" Pflanze). Die biologisch aktiven Moleküle - unter anderem Flavonoide und Carotinoide - sind von Natur aus in allen Pflanzen, Gemüsesorten und Obstsorten enthalten und bestimmen dessen Geschmack und Farbe. Außerdem sorgen die Stoffe dafür, dass die Pflanze oder Frucht gut wächst und sich gegen durch Insekten verursachte Infektionen und Schäden verteidigen kann. In unserem Körper machen sie in etwa das gleiche: obwohl sie keinen Nährwert haben, fördern manche die Kommunikation zwischen den verschiedenen Zellen, andere haben entzündungshemmende oder antioxidative Eigenschaften, weitere beugen der Metastasierung von Krebszellen vor.

Worauf warten Sie also, um Ihren Einkaufswagen und ihren Tisch genau mit den Nahrungsmitteln zu füllen, die Sie kerngesund halten? Oder wie es Hippokrates, der Urvater der Medizin, es den alten Griechen schon empfahl: