Messen Sie Ihre Gesundheit anhand dieser 5 Zahlen

ZAHL 1: Ihr BMI

Ab und zu mal sein Gewicht zu kontrollieren ist sinnvoll. Extra Kilos kommen ja meist allmählich und quasi unbemerkt.
Eine brauchbare Formel um zu ermitteln, ob Ihr Gewicht sich innerhalb der normalen Grenzen befindet, ist der Body Maß Index oder BMI. Der BMI basiert auf das Verhältnis zwischen Gewicht und Körpergröße.
Achtung: Der BMI sagt nichts über Ihrer körperlichen Zusammensetzung aus. Das erklärt ,warum Sportler, deren Körper wenig Fett, aber viel Muskelmasse enthält, einen relativ hoher BMI haben. Der BMI ist auch nicht für Jüngere unter 18 geeignet. Für diese Gruppe werden die Wachstumskurven oder angepasste BMI-Werte als Referenz benutzt.

Warum ist Ihr BMI wichtig?

Ein zu niedriges Körpergewicht kann zu einem verringertem Widerstand gegen Krankheiten und Infektionen führen: Bei einem BMI niedriger als 18,5 konsultieren Sie am besten Ihren Arzt und/oder einen Ernährungsexperten. Ein viel zu hohes Körpergewicht kann nicht nur zu einem ästhetischen und sozialen Hindernis werden, es bildet zudem eine regelrechte Bedrohung für Ihre Gesundheit. Erheblich übergewichtige Menschen haben ein erhöhtes Risiko, wie erhöhter Blutdruck, Zuckerkrankheit und Krebs. Man geht davon aus, dass ein Übergewicht von einem Kilo bei über 30-Jährigen ein erhöhtes Sterberisiko von zwei Prozent in den nächsten 25 Jahren darstellt. Je jünger das Alter in dem früher man Übergewicht entwickelt, desto größer ist das Risiko auf Krankheit.

Fazit: Je mehr Übergewicht, desto größer die Möglichkeit einer Erkrankung. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Sogar eine eingeschränkte Gewichtsreduzierung von fünf bis zehn Prozent über 6 bis 12 Monaten hat schon einen nachweisbar positiven Einfluss auf die allgemeine Gesundheit, auf Ihr Wohlbefinden und verringert das Risiko auf Krankheit.

Frau mit Waage

So können Sie selbst leicht Ihr BMI berechnen

BMI = Gewicht in kg / (Größe in m)2

  • BMI zwischen 18,5 und 24,9 = gesundes Gewicht
  • BMI niedriger als 18,5 = Untergewicht
  • BMI 25 bis 29,9 = Übergewicht
  • BMI 30 bis 40 = ernsthaftes Übergewicht oder Adipositas
  • BMI 40 oder mehr = morbide Adipositas (Fettleibigkeit)

ZAHL 2: Ihr Cholesteringehalt

Cholesterin ist unverzichtbar für einen gut funktionierenden Körper. Dieser ist der Baustoff für Körperzellen und Hormone. Allerdings ist es wichtig, zwischen gutem und schlechtem Cholesterin zu unterscheiden.
Das HDL (High Density Lipoprotein) oder „gutes“ Cholesterin transportiert das überschüssige Cholesterin ab zur Leber, damit es dann über die Verdauung ausgeschieden werden kann.
Das LDL (Low Density Lipoprotein) oder „schlechtes“ Cholesterin hat die Eigenschaft, sich auf seiner Reise durch den Körper in den Wänden der Blutgefäße einzunisten: Dies verursacht eine Verengung der Blutgefäße, wodurch eine Herz- oder Gefäßerkrankung entstehen kann. Ihr Cholesteringehalt wird nüchtern bei einem Bluttest gemessen. Der Cholesteringehalt im Blut wird ausgedruckt in Milligramm/dl (mg/dl): Bei einem Cholesterinuntersuchung wird der Gesamtwert, das HDL Cholesterin, das LDL Cholesterin und die Triglyceride im Blut gemessen.

Warum ist Ihr Cholesteringehalt wichtig?

Ein zu hoher Cholesteringehalt ist nicht spürbar, jedoch ein wichtiger Risikofaktor für Herz- und Gefäßkrankheiten. Er führt, wie auch der Bluthochdruck, zu Arterienverkalkung.
Damit Sie eine klare Vorstellung bekommen: Ein Cholesteringehalt von 240 mg/dl verdoppelt die Möglichkeit eines Herzinfarktes im Vergleich zu einem gesunden Wert von 190 mg/dl oder weniger! Die Ermittlung Ihres Cholesteringehaltes ist wünschenswert, wenn Sie über 30 sind und ein erhöhtes Risiko auf Herz- und Gefäßkrankheiten haben (z.B. durch Rauchen, Bluthochdruck, familiärer Vorbelastung). Gesunde Männer über 45 und Frauen über 50 sollten einmal pro Jahr ihren Cholesterinwert kontrollieren lassen, für Risikopersonen liegt die Frequenz noch höher. Ihr Hausarzt gibt Ihnen gerne weitere Auskunft.

Gesamtcholesteringehalt:
maximal 190 mg/dl Blut, idealer Wert: 175 mg/dl

Schlechtes Cholesterin: 
maximal 115 mg/dl Blut, idealer Wert: 100 mg/dl

Gutes Cholesterin:
minimal 40 mg/dl Blut (Damen), 50 mg/dl Blut (Herren)

ZAHL 3: Ihr Blutdruck

Bei jedem Herzschlag pumpt das Herz sauerstoffreiches Blut ins Körpergewebe. Das Blut fließt in den Arterien unter einer bestimmten Spannung: Dies ist der Blutdruck.
 Der Blutdruck wird ausgedruckt in *Oberdruck (systolischer Blutdruck): der Druck in den Arterien bei Zusammenziehen des Herzes (höchste Zahl) *Unterdruck (diastolischer Blutdruck): der Druck in den Arterien bei Entspannung des Herzes (niedrigste Zahl). Der Blutdruck wird ausgedruckt in Hg oder mm Quecksilber. Unter Einfluss von z.B. Anstrengung, Stress oder Hitze kann der Blutdruck sich etwas erhöhen. Das ist normal und kein Grund zu Besorgtheit. Man redet erst von einem Problem, wenn Ihr Blutdruck quasi ständig über 140/90 ist.

Warum ist Ihr Blutdruck wichtig?

Ein erhöhter Blutdruck ist ein sogenannter „Silent Killer“: Er gibt kaum oder keine Symptome, stellt jedoch einen sehr wichtigen Risikofaktor für Herz- und Gefäßerkrankungen dar, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ein langzeitig erhöhter Blutdruck beschleunigt den Prozess der Arteriosklerose oder Arterienverkalkung. Die Folge: Bestimmte vitale Organe, wie Herz und Gehirn, bekommen zu wenig oder gar kein Blut mehr, woraus ein Infarkt, Schlaganfall oder eine andere Gefäßerkrankung resultieren kann.
Für einen erhöhten Blutdruck gibt es oft keine klare körperliche Ursache, fest steht jedoch, dass bestimmte Lebens- und Essgewohnheiten, wie Rauchen, Übergewicht, Alkoholkonsum, mangelnde Bewegung und Stress, einen verhängnisvollen Einfluss haben.

Sollwert Blutdruck:

  • niedriger als 140/90 
  • Bei erhöhtem Risiko auf Herz- und Gefäßkrankheiten: maximal 130/80

ZAHL 4: Ihr Taillenumfang

Ihr BMI zu berechnen, ist eine Möglichkeit um zu überprüfen, ob Sie nicht zu viel überschüssiges Fett mit sich herumschleppen.
Es geht jedoch noch einfacher: Nehmen Sie ein Bandmaß und messen Sie Ihren Taillenumfang. Achten Sie darauf, dass das Bandmaß halbwegs zwischen Beckenrand und unterster Rippe liegt.

Warum ist Ihr Taillenumfang wichtig?

Studien haben erwiesen, dass sogar mäßiges Übergewicht eine ernsthafte Bedrohung für Ihre Gesundheit darstellen kann. Vor allem, wenn die extra Kilos sich an der falschen Stelle befinden. Ist das Fett überwiegend um die Hüften und an den Oberschenkeln, dann reden wir von einer peripheren oder gynoiden (weiblichen) Fettverteilung oder einfacher gesagt, von einem „Birnentyp“. 
Befindet sich der übergroße Teil des überschüssigen Fettes am Bauch und Oberkörper, wird dies als abdominale oder androide (männliche) Fettverteilung oder in der Umgangssprache, als ein „Apfel-Typ“ bezeichnet. Studien belegen, dass vor allem der Apfel-Typ ein erhebliches Risiko für die Gesundheit darstellt. Ein großer Teil des angesammelten Fettes befindet sich dann nämlich in der Bauchhöhle um die Organe (viszerales Fett), was Ihr Risiko auf eine Anzahl von metabolen oder stoffwechselartigen Störungen erheblich erhöht. 
Vor allem Ihr Blutdruck und der Gehalt an Zucker, Fett und Cholesterin im Blut können demzufolge gestört werden. Alle diese Störungen stellen, jede für sich ein Risikofaktor für die Entwicklung von Herzerkrankungen dar. Es spricht für sich, dass, wenn sie zusammen auftreten, dieser Effekt um viele Male verstärkt wird!

Frau mit Massband

Taillenumfang

< 80 cm (Damen) / < 94 cm (Herren)
kein erhöhtes Gesundheitsrisiko

80-88 cm (Damen) / 94-102 cm (Herren)
erhöhtes Gesundheitsrisiko

> 88 cm (Damen) / > 102 cm (Herren) 
stark erhöhtes Gesundheitsrisiko

ZAHL 5: Ihr Blutzuckergehalt

Anhand Ihres Blutzuckers kann Ihr Arzt ermitteln, ob Sie zuckerkrank sind oder eventuell ein erhöhtes Risiko haben. Dieses Risiko ist mit Sicherheit nicht imaginär: Heutzutage hat jeder 20. Deutsche Diabetes, und erwartet wird, dass bis 2020 jeder 10. betroffen sein wird. Vor allem Menschen mit Diabetes Typ 2 – „Frühe Altersdiabetes“ genannt – nimmt erschreckend zu, selbst bei jungen Menschen und sogar bei Kindern. Ihr Blutzucker wird mittels eines Bluttests gemessen - dafür müssen Sie nüchtern sein.

Warum ist Ihr Blutzucker wichtig?

Ein gestörter Blutzuckergehalt deutet auf (Prä-)Diabetes hin. Eine Krankheit, die entsteht, wenn das Hormon Insulin nicht oder ungenügend vorhanden oder ungenügend aktiv ist. Die Entwicklung von Diabetes Typ 2 geschieht meistens allmählich und zeigt in der ersten Phase keine klar zu erkennenden Symptome. Oft bleibt die Erkrankung daher auch über Jahre unerkannt. Ist die Diagnose gestellt, sind bei der Hälfte der Patienten schon Komplikationen an den Blutgefäßen, in den Augen, in den Nieren oder in den Beinen aufgetreten. Eine frühzeitige Erkennung des Diabetes Typ 2 ist daher ungeheuer wichtig.

Blutzuckergehalt

zwischen 70 und 100 mg/dl
normaler Wert

zwischen 100 und 126 mg/dl
gestörte nüchterne Glykämie = erhöhtes Risiko auf Diabetes

126 mg/dl oder mehr (nüchtern) und nicht nüchtern 200 mg/dl oder mehr
zuckerkrank